KOPAKAMA

Anbauland: Ruanda

Sowohl für unsere Lünebohne als auch unseren Lünepresso importiert El Puente Arabica-Bohnen aus Ruanda. Die Kaffeefarmer:innen der Kooperative KOPAKAMA durften wir bei einer Reise nach Ruanda im Jahr 2014 persönlich kennenlernen, vor Ort die Arbeitsbedingungen von diesen Kaffeefarmen erfahren und unsere Handelspartnerschaft intensivieren.

Die ruandische Kaffee-Kooperative KOPAKAMA hat sich im Westen Ruandas, nahe dem Kivu-See zusammengeschlossen. Ein besonderes Augenmerk der Kooperative liegt auf der Förderung von Frauenprojekten und der Versöhnung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Kaffeebauer Speciose Baziruwiha erzählt El Puente: „Für uns ist Kaffee mehr als nur eine Pflanze. Kaffee ist unsere Haupteinkommensquelle, unser Wohlstand unsere Sicherheit. Heute können wir unseren Kaffee direkt verkaufen, daher wollen immer mehr Bauern unserer Kooperative beitreten.“ Der Faire Handel unterstützt die Kooperative und damit die vielen Bäuer:innen, die mit dem Anbau, der Ernte, der Verarbeitung und dem Export ihres einzigartigen Kaffees ihr Leben selbst finanzieren können.
Hervorragende klimatische Bedingungen an den Hängen der Hochgebirgsausläufer sowie der vulkanische Boden sorgen für eine langsame Reifung der Kaffeekirschen und somit für einen reichhaltigen Geschmack und ein volles Aroma. Auf einer Höhe von 1500 bis 2200 m kultivieren die Kleinbauern hauptsächlich die Varietät Bourbon.

Hohe Kaffeequalität und Frauenförderung – das zeichnet die Arbeit der Kooperative KOPAKAMA (Koperative y’abahinzi ba Kawa ba Mabanza) in Ruanda aus. Ziel der 1998 gegründeten Kooperative ist es, den Menschen nach dem Völkermord in Ruanda eine Perspektive zu geben. Mit Erfolg! Hatte die Kooperative zu Beginn 48 Mitglieder, sind es derzeit rund 1.000 – davon rund ein Drittel Frauen. Ihre Förderung u.a. durch Weiterbildung ist ein wichtiges Anliegen von KOPAKAMA. Denn viele Frauen haben während des Bürgerkrieges ihre Männer oder Väter verloren und mussten danach die Kaffeegärten alleine bewirtschaften. Der Kaffee wächst an den Hängen des großen Kivu-Sees, der die Grenze zum Kongo bildet. Der Faire Handel ermöglichte zum Beispiel den Bau von zwei Anlagen zur nassen Kaffee-Aufbereitung, einer Gemeinschaftshalle und den Zugang zu Strom.
Die Produzent:innen von KOPAKAMA leben in Streusiedlungen am Ufer des großen Kivu-Sees. Ihren erstklassigen Kaffee (Arabica Bourbon) bauen sie in kleinen Kaffeegärten an. Dort wachsen zum Beispiel noch Maniok, Süßkartoffeln, Bohnen, Bananen und Mais. Seit die Bäuerinnen selbst Mitglied von KOPAKAMA sind, können sie u.a. selbst über die Einnahmen verfügen und haben auch zu Hause ein größeres Mitspracherecht. Für die Kaffeebäuerinnen, die beim Frauenprojekt „Ejo Heza“ („Für eine bessere Zukunft“) mitmachen, hat KOPAKAMA Gemeinschaftsland erworben.

Der Rohkaffee von KOPAKAMA befindet sich in folgenden Röstungen:

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