PROCAFEQ

Anbauland: Ecuador

Viele unserer grünen Kaffeebohnen kommen aus Ecuador zu uns. So zum Beispiel vom Verband der Hochlandkaffeeproduzent:innen im Südosten der Provinz Loja (Asociación de Productores de Café de Altura del Sur Oriente de la Provincia de Loja // kurz: PROCAFEQ). PROCAFEQ ist ein Zusammenschluss aus beinahe 200 Kaffeefarmen, welche auf zusammengerechnet über 600 ha Kaffee anbauen und ernten.
Quijote und PROCAFEQ kamen zusammen, da die Kooperative noch sehr gute Arabica-Bohnen aus der letzten Ernte nicht verkaufen konnten und ein gemeinsam bekannter Exporteur den Kontakt herstellte. So hat Quijote einmalig diesen hochwertigen Kaffee abgekauft und uns zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Kooperativen ACRIM und APECAP besteht hier kein persönlicher Kontakt zwischen Quijote und PROCAFEQ und die Informationen über diese Kooperative stammen aus Infosheets und Unternehmenspräsentationen. Auch wenn dies ein einmaliger Einkauf war, möchten wir euch PROCAFEQ kurz vorstellen.

Die Regionen der Farmen liegen zum Teil über 2.000 m ü. NN, was den Anbau der empfindlichen Arabicapflanzen erst möglich macht. Es herrscht ein gutes Mikroklima für den Anbau von Kaffee, auch wenn der Klimawandel und die damit einhergehenden Klimaschwankungen auch diesen Farmer:innen zu schaffen machen.

Zertifiziert ist unser Arabica sowohl mit dem Fairtrade-Siegel als auch mit dem europäischen Bio-Siegel und erfüllt somit sowohl hohe ökologische als auch soziale Standards. Für uns sind die Standards ein absolutes Muss - auf dem Kaffeemarkt aber immer noch nicht der Mainstream.

Was die PROCAFEQ über den biologischen und sozialen Kaffeeanbau hinaus so interessant macht, sind die Bestrebungen für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Durch Bodenschutzmaßnahmen werden Erosionen des Bodens verhindert, in Zeiten von Dürren und Starkregen eine wichtige Vorkehrung. Der Verzicht auf chemische Produkte und die Herstellung von eigenen Düngemitteln ermöglichen eine natürliche Unterstützung der Kaffeepflanzen. Auch werden Schattenbäume angepflanzt, um die Kaffeesträucher vor der Sonne zu schützen und ihnen ein optimales Mikroklima zu bieten. Denn im Gegensatz zu dem Bild auf den großen Kaffeeplantagen, brauchen Kaffeepflanzen viel Schatten und Schutz vor Hitze und profitieren von dem gemeinsamen Anbau mit beispielsweise Bananenpflanzen. Und für die Biodiversität ist dies ebenfalls von Vorteil.

Um qualitativ hochwertige Kaffeebohnen zu ernten, werden die Farmer:innen immer wieder geschult und beginnen schon bei der Auswahl des Saatgutes mit hohen Qualitätsansprüchen. Geerntet werden dann nur reife Früchte von den Sträuchern, solche die leuchtend rot am Baum hängen. Auch dies ist in der Industrialisierung von Kaffee keine Selbstverständlichkeit!
Auf den eigenen washing stations von PROCAFEQ werden die geernteten Kirschen der verschiedenen Farmer:innen direkt aufbereitet.
Auch organileptische Qualitätskontrollen werden direkt von PROCAFEQ durchgeführt. Was das bedeutet? Die Sinne entscheiden mit. Der Sehsinn und Tastsinn wird für die Ernte der ausschließlich reifen Kirschen benötigt. Und über Geruchs- und Geschmackstest wird die Qualität der Bohnen geprüft und an die Kund:innen weitergegeben. Dadurch lernen und verstehen die Farmer:innen die Qualität ihrer grünen Kaffeebohnen und sind dem Weltmarkt nicht gänzlich unwissend ausgesetzt.

Der Rohkaffee von PROCAFEQ befindet sich in folgenden Röstungen:

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